Manaus Amazonas
Manaus wurde im Jahre 1669 als kleine Ansiedlung am Flussufer des aus Kolumbien
entspringenden schwarzen Fluss, der "Rio Negro" unter dem Namen "São
José Vila da Barra" gegründet. Seit 1848 existiert der Name
Manaus, der eine Abwandlung des Manao-Indianerstammes ist und übersetzt
"die Mutter Gottes" bedeutet. Manaus bekam das Stadtrecht und löste
die alte Hauptstadt Barcelos am Oberlauf des Rio Negro ab.
Nachdem kurz danach die Engländer den Kautschuk fanden und Charles Goodyear
mit der Vulkanisierung, sowie Dunlop mit dem Gummireifen den Amazonaskautschuk
für genau das richtige Material erklärten, boomte die Stadt in einer
extremen Schnelle. Manaus verwandelte sich in kurzer Zeit zu einer der reichsten
Städte der Welt mit elektrischer Stromversorgung, Telefonleitungen und
einer eigenen Straßenbahn.
Die europäischen Kautschukkaufleute, die sich hier niedergelassen hatten,
wuchsen zu "Gummibaronen" empor und kopierten ihr "Heimweh"
nach dem alten London und dem feinen Paris mit prächtigen Bauwerken im
Kolonialstil inmitten des Regenwaldes. Das wieder funktionsfähige Opernhaus
"Teatro Amazonas", sowie der alte "Rio Negro Palast" sind
die besten Beispiele aus dieser Zeit.
Nach dem großen Schmuggel von Kautschuksamen nach Malaysia und den dortigen
Plantagen kam Anfang des 19. Jahrhundert der große Einbruch in Manaus,
der letztendlich in den zwanziger Jahren das Ende des wahnsinnigen Booms bedeutete.
Lange Zeit verfiel Manaus in einen Dornröschenschlaf, siechte wie eine
Geisterstadt mit viel Schmutz und Krankheiten vor sich hin bis im Jahre 1967
die Wende kam. Manaus wurde zur Freihandelszone erklärt, was der Stadt
einen neuen Aufschwung gab. In wenigen Jahren siedelten sich viele Weltfirmen
in Manaus an, um hier kostengünstig zu produzieren.
Heute existiert ein großes Industriegebiet mit Produktionstätten,
überwiegend Elektronik- und Hightechartikel, die Manaus mit Arbeitsplätzen
versorgt und die Stadt wachsen lässt. Mit ca. 2 Millionen Einwohnern ist
Manaus die Amazonien-Metropole mit großer Zukunft.
Seit dem Regierungswechsel und der Währungsreform im Jahre 1994 entwickelte
sich Manaus positiv mit einer gehobenen Infrastruktur. Ein gutes Beispiel ist
der wachsende Öko-Tourismus, der den Besuchern aus aller Welt die Geschichte
der Stadt, sowie die "Lunge der Welt", den unendlichen Dschungel näher
bringt.
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aus den Dschungel Urwald Amazonas erleben und näher kennenlernen.
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